In einem bekannten Sprichwort über das charakterliche Bild einer Katze wird geschrieben, dass diese Tiere im Vergleich zu Hunden kein Herrchen besitzen sondern Personal. Dies trifft tatsächlich auf die anmutigen Fellnasen mit ihrem arroganten Charme und ihrem liebenswürdigen Trotz zu. Doch eine Katzenerziehung ist trotzdem nicht unmöglich.
Grundsätzliches zur Katzenerziehung
Es gibt keine ultimative Gebrauchsanweisung, wie ein Tierbesitzer seine Katze erziehen kann. Die sympathischen aber eigenwilligen Samtpfoten können sich nicht wie ein Hund dressieren lassen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte jedoch das Training bereits im jungen Alter des Tieres beginnen. So können bereits früh unschöne Eigenarten wie ein Kratzen an der Couch bzw. am Bett, eine Weigerung gegen das Bürsten oder die Angst vor einer Fahrt mit dem Auto im Vorfeld verhindert werden.
Dabei sollte die Katzenerziehung immer mit viel Liebe und Verständnis erfolgen. Lob eignet sich stets besser als Tadel. Zudem sollten die richtigen Vorsorgen getroffen werden, damit die Katze ein gutes Benehmen zeigen kann. Dazu gehört beispielsweise das Aufstellen von einem Kratzbaum. Dieser Baum sollte jedoch nicht an abgelegenen Stellen wie auf dem Balkon platziert werden, sondern dort, wo sich der Stubentiger gern aufhält und im Familienleben integriert ist.
Ferner kann bei Katzen ihre angeborene Scheu vor Wasser zur Katzenerziehung herangezogen werden. So stellt ein leichtes Anspritzen des Tieres mit einer Wasserspritze eine gute Maßnahme dar, um die Katze von unerwünschten Handlungen wie einem Laufen über den Küchentisch abzuhalten. Auch der Einsatz von einem Clicker zeigt Erfolge. Ein Schlagen des sensiblen Stubentigers sollte jedoch nie in Betracht gezogen werden. Es tut ihm nicht nur weh, sondern fördert ein ängstliches Verhalten, welches Aggressivität und ein Beißen hervorrufen kann.
Die Grenzen der Katzenerziehung
Versandhändler wie Amazon bieten diverse hilfreiche Bücher an, die wertvolle Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene zur Katzenerziehung geben. Doch egal für welches Buch sich der Katzenfreund entscheidet, er muss wissen, dass die Katzenerziehung auch ihre Grenzen hat. So können manche Eigenarten der Fellnasen nicht wegerzogen werden. Dazu gehört beispielsweise das ausgeprägte Revierverhalten von Katzen, insbesondere wenn sie nicht kastriert sind. Dies kann zu einem Markieren mit Urinspritzern in den Wohnräumen führen.
Auch das lästige Miauen rolliger Katzen kann nicht mit Befehlen unterdrückt werden. Der Einzug von einem Baby in die Familie kann zudem zu heftigen Trotzreaktionen des pelzigen Mitbewohners führen. Das Tier fühlt sich in solchen Situationen häufig vernachlässigt. In solchen Fällen hilft keine Bestrafung. Der Katze muss durch ein selbstsicheres und liebevolles Verhalten gezeigt werden, dass die neue Situation unveränderbar ist. Ferner sollte die Mieze nicht ignoriert werden, sondern ihr gewohntes Maß an Aufmerksamkeit erhalten.
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