Der Mausarm ist eine echte Berufskrankheit, was schon daraus deutlich wird, dass zu seinen zahlreichen Synonymen unter anderem das des “Sekretärinnenfingers” gehört. Die ersten Anzeichen für einen Mausarm sind dabei noch vergleichsweise unspektakulär und geben oft noch keinen hinreichenden Anlass zu gesteigerten Bedenken. Denn die zunächst auftauchenden Symptome erschöpfen sich meist in einem leichten Schwächegefühl in der (meistens: rechten) Hand oder in einem Kribbeln, das in Hand oder Unterarm (oder beidem) auftreten kann und ebenfalls von eher schwacher Natur ist. An eine Behandlung in Form von Gymnastik denken zu diesem Zeitpunkt noch die wenigsten Betroffenen.

Mausarm im fortgeschrittenen Stadium

Nach und nach werden die Anzeichen jedoch intensiver und die Beschwerden steigern sich ganz erheblich. So treten immer stärkere Schmerzen auf, die nicht wenige daran denken lassen, ob vielleicht die ersten Signale einer Arthrose vorliegen. Ein Besuch beim Arzt und die intensive Frage nach dem, was hilft, stehen sodann unweigerlich auf dem Programm. Und mit dieser Problematik steht man mitnichten alleine da; vielmehr sind es gut vier Millionen Menschen, die unter dieser Berufskrankheit (im Fachjargon auch als “Repetitive Strain Injuries”, RSI bezeichnet) leiden. Besonders problematisch ist, dass die kleinen Verletzungen auch dann, wenn sie ganz und gar ausgeheilt sind, sehr schnell wieder auftauchen und die altbekannte Pein verursachen können.

Die Quelle des Übels: unnatürliche Bewegungen

Was ist denn nun eigentlich die Ursache dafür, dass ein Mausarm entsteht und mit so unangenehmen Folgen einhergeht? Denn bspw. die Atemmuskulatur verursacht ja auch keine Krämpfe und Schmerzen, obgleich man sie immer und immer wieder einsetzt. Im Kern wurzelt des Mausarm darin, dass die Bewegungen bei der herkömmlichen PC-Arbeit in hohem Maße unnatürlich sind.

Wer einmal seinen Arm auf den Tisch legt, ganz ohne irgendein Gerät zu bedienen, wird schnell realisieren, dass die natürliche Stellung des Armes sich von derjenigen bei der Mausbedienung evident unterscheidet. Denn von Natur aus würde man eher dazu tendieren, die Außenseite des Unterarmes aufzulegen. Wer am Computer arbeitet und die Maus bedient – oder auch die Tastatur – dreht hingegen eher die Unterseite des Armes gen Tischplatte. Dies ist jedoch eine Bewegung, die per se mit Spannungen und Krampf einhergeht.

Ein paar Abhilfen

Um dem Mausarm Herr zu werden, kann man über die Anschaffung einer vertikalen Maus nachdenken. Sie funktioniert eher wie ein Joystick und vermeidet die oben beschriebene Drehung des Unterarms in eine wenig ergonomische Stellung. Auch eine Armauflage, Bondage, Akupressur oder Arnika kommen als Behandlungsmethoden in Frage.

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